2019 bis dato
Atelier und Ausstellungsraum im Galerienhaus 3.0, Stuttgart

1998 bis 2001
FLEX – unabhängiges Kunstvermittlungsprogramm [1]

1993 bis 1997
Freier Mitarbeiter der Staatsgalerie Stuttgart im Bereich Kunstvermittlung

seit 1990
zusätzlich Atelier für Grafikdesign und Webdesign, seit 2001 unter dem Namen palmer projekt

1983 bis 2011
Mitwirkung als Schauspieler und Bühnengestalter an verschiedenen (Musik-)Theaterprojekten von und mit Hans-Peter Jahn / Aufführungen u.a.: Deutsches Schauspielhaus Hamburg, Schauspielhaus Nürnberg, Theaterhaus Stuttgart, Kammertheater Stuttgart, Bayrische Akademie der schönen Künste München, Biennale Zagreb, Taschenopernfestival Salzburg

seit 1984
freischaffend

1978 bis 1984
Staatliche Akademie der Bildenden Künste Stuttgart / Rudolf Schoofs

1957
geboren in Stuttgart

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Werke in öffentlichen Sammlungen
Staatsgalerie Stuttgart
Regierungspräsidium Stuttgart
Sammlung Schaufler

Werke in Privatsammlungen
Deutschland, Österreich, Schweiz, Italien, Portugal, Israel, Japan, USA

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[1]

"Flex" war eine Kooperative freier Kunstvermittler in Stuttgart, die von 1998 bis 2001 in über 200 Veranstaltungen neue Wege der Vermittlung von Kunst und der Kunst benachbarten gesellschaftspolitischen Themen beschritten hat. Einer der wichtigsten Grundsätze von "Flex" war, das typische Aufeinandertreffen von Theoretikern (in diesem Falle hauptsächlich Kunstgeschichtlern) und Bildungsbürgern kritisch zu hinterfragen und ihm eine vitale, bisweilen gewagte, aber vor allem sehr menschliche Art des Sprechens und des Gesprächs entgegenzusetzen. Nicht dozieren, sondern im Bewusstsein der eigenen Fehlbarkeit und individuellen Begrenztheit so aufrichtig wie nur möglich sich einem Gegenstand nähern... so könnte man die Übereinkunft beschreiben, die für die Partner von "Flex" bei all ihrer Unterschiedlichkeit gültig war. Basis dieser Form von Freiheit war natürlich Kenntnisreichtum und sprachliche Ausdruckskraft.

Die Idee zu "Flex" stammte von Jürgen Palmer, damals freier Mitarbeiter der Staatsgalerie Stuttgart; er wollte damit ein Zeichen gegen die drastischen Mittelkürzungen bei den Mitarbeitern der Kunstvermittlung setzen. Drei Jahre später musste dann auch "Flex" geopfert werden. Die Akteure hatten Programm, Logistik, Pressearbeit und natürlich die bisweilen enorm aufwendige Vortragsarbeit ohne jede Subvention geleistet. Weil die anderweitigen Verpflichtungen der einzelnen Partner ständig zunahmen, sahen sie nun die Notwendigkeit personellen oder finanziellen Engagements der Stadt gekommen. Die Stadt Stuttgart formulierte zwar große Anerkennung und sah in “Flex" einen besonderen Baustein der Erwachsenenbildung, bot aber keinerlei Möglichkeit einer Unterstützung an. Dazu kam, dass kein "Nachwuchs" zu finden war. Kenntnisreiche und dem Anspruch von "Flex" genügende Partner, die bereit waren, einen großen Aufwand zu betreiben, um eventuell vor sehr kleinem Publikum (und damit gegen sehr kleine Entlohnung) zu sprechen, stellten sich nicht mehr ein.